Liberias Drogenkrise: Kush gefährdet eine ganze Generation

Liberia steht vor einer wachsenden Drogenkrise, die vor allem junge Menschen erfasst hat. Der Konsum von ‚kush‘ – einem potenziell schädlichen Cannabis-Extrakt – nimmt laut Berichten internationaler Medien rapide zu, insbesondere in städtischen Gebieten wie Monrovia. Experten warnen vor langfristigen gesundheitlichen und sozialen Folgen, während staatliche Stellen noch immer keine wirksame Strategie zur Eindämmung der Epidemie vorgelegt haben.

Hinter dem kush-Handel stehen gut organisierte Netzwerke, die bisher kaum strafrechtlich verfolgt wurden. Obwohl Sicherheitskräfte gelegentlich Razzien durchführen, bleiben die Hauptakteure oft unbehelligt. Die Al Jazeera-Dokumentation zeigt, wie leicht zugänglich das Suchtmittel für Schüler und Arbeitslose ist – oft verkauft an Straßenecken oder über informelle Händlerkreise.

Familien berichten von Verhaltensänderungen, psychischen Problemen und Bildungsabbrüchen bei betroffenen Jugendlichen. Soziale Einrichtungen sind überlastet, und es fehlt an spezialisierter medizinischer Versorgung für Drogenabhängige. Zivilgesellschaftliche Gruppen fordern nun dringend mehr Prävention, Aufklärung und staatliche Intervention, um eine weitere Entwurzelung der jungen Generation zu verhindern.

Quellen: Al Jazeera English