Einen Tag nach dem islamistischen Anschlag beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat der Bundesopferbeauftragte die betroffenen Personen zur Kontaktaufnahme aufgerufen. In einer Stellungnahme versicherte er, dass Opfer rasch und unbürokratisch finanzielle Unterstützung erhalten sollen. Die psychosoziale Begleitung werde ebenso gewährleistet wie Soforthilfen für Verletzte und Angehörige.
Der Anschlag hatte das friedliche Umfeld des CSD massiv erschüttert und bundesweit Entsetzen ausgelöst. Nun soll durch ein koordiniertes Unterstützungsprogramm ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. Der Beauftragte betonte, dass es besonders wichtig sei, den Betroffenen nicht nur materiell, sondern auch emotional zur Seite zu stehen. Dazu arbeitet seine Behörde eng mit lokalen Hilfsorganisationen, der Berliner Senatsverwaltung und der Polizei zusammen.
Auch wenn die genauen Modalitäten der Entschädigung noch geklärt werden, signalisierte der Bund klare Unterstützung. Die Hinterbliebenen sowie physisch und psychisch verletzten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des CSD können sich bereits jetzt über eine zentrale Hotline melden. Die Bundesregierung bekräftigte zugleich ihren Willen, die Aufarbeitung transparent und menschenwürdig zu gestalten.
Quellen: Der Tagesspiegel