Ein ehemaliger nigerianischer Regierungsbeamter aus dem Bundesstaat Niger hat detailliert über seine 225 Tage andauernde Geiselhaft durch bewaffnete Fulani-Banden berichtet. Der Vorfall ereignete sich, als er auf einer Straße Fahrzeuge sah, die am Straßenrand geparkt waren – eine scheinbar normale Szene, die sich jedoch als tödliche Falle entpuppte.
„Ich sah Fahrzeuge am Straßenrand, ohne zu wissen, dass es schwerbewaffnete Fulani-Banditen in Polizeiuniformen waren“, berichtete der Entführte. Die Täter nutzten gefälschte Uniformen, um Vertrauen vorzutäuschen und Zivilisten in ihre Gewalt zu bringen. Während seiner langen Haftzeit wurde er unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten, bevor er schließlich freigelassen wurde.
Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die anhaltende Sicherheitskrise in weiten Teilen Nordwest-Nigerias, wo bewaffnete Gruppen regelmäßig Entführungen zur Finanzierung ihrer Aktivitäten durchführen. Trotz militärischer Einsätze bleibt die Lage instabil, und viele Bürger leben in ständiger Angst vor Übergriffen. Die Enthüllungen des Ex-Beamten könnten Druck auf die Behörden erhöhen, effektivere Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung zu ergreifen.
Quellen: Premium Times Nigeria