In der spanischen Enklave Ceuta ist die Lage nach einem massiven Zustrom von Migranten angespannt. Premierminister Pedro Sánchez bezeichnete die Reaktionen einiger EU-Staaten als ‚egoistisch, polarisierend und rechtswidrig‘. Über 60.000 Migranten waren in den letzten Tagen aus Marokko nach Ceuta gelangt, was die spanische Regierung vor große Herausforderungen stellte.
Die spanischen Behörden mussten sich gegen die Kritik verteidigen, da viele EU-Länder nicht bereit waren, Hilfe zu leisten. Sánchez fordert nun ein dringendes Treffen der Innenminister der EU, um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten und die Verantwortung gerecht zu verteilen. In diesem Zusammenhang betonte er die Notwendigkeit einer solidarischen Migrationspolitik innerhalb der EU.
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen entgegnete, dass die EU Spanien von Anfang an Unterstützung angeboten habe und dass niemand das europäische Festland erreicht habe. Diese Aussagen stehen im Widerspruch zu den Vorwürfen aus Spanien, und die Diskussion über die EU-Migrationspolitik wird in den kommenden Wochen weiter an Intensität gewinnen.
Quellen: BBC News, ARD Tagesschau, FAZ Online, The Guardian, France 24