In der pakistanisch verwalteten Region Kaschmir gehen die Regionalwahlen in die zweite Phase, während die Bevölkerung in Muzaffarabad und anderen Städten zu einem Boykott aufgerufen hat. Dies geschieht im Kontext eines landesweiten Streiks und anhaltender Proteste gegen das örtliche Wahlrecht, das seit Anfang Juni durch tödliche Auseinandersetzungen geprägt ist.
Die Proteste richten sich gegen die Wahrnehmung, dass die Wahlen und das zugrunde liegende Wahlrecht undemokratisch und ungerecht sind. Aktivisten und Einwohner fordern grundlegende Reformen und ein Ende der repressiven Maßnahmen, die von den Sicherheitskräften in der Region verhängt werden. Die Situation in Kaschmir bleibt angespannt, während die Behörden versuchen, die Ordnung aufrechtzuerhalten.
Die Wahlbeteiligung wird voraussichtlich niedrig ausfallen, da viele Bürger der Meinung sind, dass ihre Stimme in einem solchen politischen Klima nicht zählt. Beobachter befürchten, dass die anhaltenden Proteste die Stabilität der Region weiter gefährden und die Spannungen zwischen verschiedenen ethnischen und politischen Gruppen verstärken könnten.
Quellen: ZEIT Online, Al Jazeera English