In der Universitätsklinik Erlangen schreiben Ärztinnen und Ärzte medizinische Geschichte: Mit der CAR-T-Zelltherapie gelingt eine bahnbrechende Heilung von schweren Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Bislang galt diese Erkrankungsform als nicht heilbar, doch dank des innovativen Verfahrens konnten bereits mehrere Patienten langfristig beschwerdefrei entlassen werden.
Die Therapie, ursprünglich für bestimmte Krebserkrankungen entwickelt, wurde an der Klinik gezielt angepasst. Dabei werden T-Zellen des Patienten im Labor so modifiziert, dass sie die krankhafte Immunreaktion stoppen. Nach der Rückgabe in den Körper zeigen sich bei vielen Betroffenen dramatische Verbesserungen – teilweise nach jahrelangem Leidensweg. Besonders beeindruckend: Einige Frauen, die zuvor als lebensbedrohlich krank galten, konnten nach der Behandlung gesunde Kinder zur Welt bringen.
Die Erfolge aus Erlangen stoßen international auf großes Interesse. Experten sehen hier einen Paradigmenwechsel in der Immuntherapie. Die bayerische Landesregierung begrüßte die Forschungsergebnisse und kündigte an, die Finanzierung klinischer Studien weiter zu stärken. Bayern positioniert sich damit erneut als Vorreiter in der biomedizinischen Innovation.
Quellen: FAZ Online