Kamerun leidet unter Energielieferproblemen trotz vollendeter Talsperren

Kamerun verfügt nach jahrzehntelangen Investitionen über mehrere große Wasserkraftwerke, die mittlerweile in Betrieb sind – doch das Land kann diese Energie nicht effektiv verteilen. Wie aus einem Bericht von African Arguments hervorgeht, blockieren marode Stromleitungen, veraltete Transformatoren, unbezahlte Rechnungen und massiver Stromverlust durch Leckagen die Versorgungssicherheit.

Die Talsperren, insbesondere das Großprojekt am Lagdo-Staudamm und das Edea-Kraftwerk, galten als Schlüssel zur Energieunabhängigkeit und wirtschaftlichen Entwicklung. Doch trotz der erzeugten Megawatt bleibt die Netzdistribution defizitär. In vielen ländlichen und auch städtischen Gebieten kommt es regelmäßig zu Stromausfällen, während die Nachfrage weiter steigt.

Ein wesentliches Problem ist das marode Verteilernetz, das den Anforderungen der modernen Energieerzeugung nicht mehr gewachsen ist. Zudem behindern unbezahlte Stromrechnungen und ineffiziente Abrechnungssysteme die Finanzierung notwendiger Instandhaltungen. Experten warnen, dass ohne dringende Investitionen in die Infrastruktur die Energieziele des Landes weiter unerreichbar bleiben werden.

Quellen: AllAfrica – Central Africa, AllAfrica – West Africa