Die Elfenbeinküste und Ghana, zusammen verantwortlich für rund zwei Drittel der weltweiten Kakao-Produktion, haben eine wegweisende Zusammenarbeit zur Stärkung ihrer Landwirte beschlossen. Beide Länder unterzeichneten in Abidjan eine gemeinsame Erklärung, die faire Preise, lokale Weiterverarbeitung und nachhaltige Anbaumethoden fördern soll. Ziel ist es, den Millionen von Kleinbauern in beiden Ländern langfristig bessere Einkommen zu sichern und weniger abhängig von globalen Rohstoffpreisschwankungen zu sein.
Kooperation statt Konkurrenz
Durch die neue Vereinbarung wollen die Nachbarländer künftig enger bei der Preisgestaltung zusammenarbeiten, um ihre Verhandlungsposition gegenüber internationalen Handelskonzernen zu stärken. Bislang wurden Kakaopreise oft einseitig durch den Weltmarkt bestimmt, was Bauern kaum Planungssicherheit bot. Nun streben beide Staaten eine koordinierte Preispolitik an, die auch ökologische Standards berücksichtigt. Zudem wird verstärkt in die lokale Verarbeitung von Kakao investiert, um mehr Wertschöpfung in der Region zu halten.
Nachhaltigkeit und Forschung im Fokus
Die Erklärung beinhaltet auch Maßnahmen zum Schutz der Umwelt, insbesondere zur Bekämpfung der Entwaldung, die oft mit der Ausweitung von Kakaoplantagen einhergeht. Gemeinsame wissenschaftliche Projekte sollen zukunftsfähige Anbaumethoden entwickeln. Experten sehen in der Initiative einen wichtigen Schritt hin zu einer gerechteren globalen Agrarwirtschaft, bei dem Produzentenländer endlich stärker in der Gestaltung stehen.
Quellen: AllAfrica – Business