Ruanda schließt acht Alkoholfabriken und ruft 38 Spirituosenmarken zurück

Die Ruandische Arzneimittelbehörde (Rwanda FDA) hat die sofortige Schließung von acht alkoholischen Getränkeherstellern angeordnet und deren Produktionslizenzen widerrufen. Begründet wurde die Entscheidung mit schwerwiegenden öffentlichen Gesundheitsbedenken. Zudem wurde ein landesweiter Rückruf von 38 Marken alkoholischer Getränke angeordnet, die von den betroffenen Unternehmen produziert wurden.

Die Behörde gab bekannt, dass bei Untersuchungen erhebliche Verstöße gegen Sicherheits- und Qualitätsstandards festgestellt wurden, die ein Risiko für die Verbraucher darstellen könnten. Konkrete Details zu den Verunreinigungen oder technischen Mängeln wurden zunächst nicht veröffentlicht, doch betonte die Rwanda FDA, dass die Maßnahme notwendig sei, um die Bevölkerung vor möglichen gesundheitlichen Schäden zu schützen.

Die betroffenen Unternehmen wurden aufgefordert, sämtliche Produkte umgehend aus dem Handel zu nehmen, während Einzelhändler und Großhändler verpflichtet sind, die fraglichen Marken zurückzurufen. Die Regulierungsbehörde kündigte zudem verstärkte Kontrollen in der Alkoholindustrie an, um zukünftige Verstöße zu verhindern.

Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, da die ruandische Regierung verstärkt gegen den Missbrauch illegaler und minderwertiger alkoholischer Getränke vorgeht. Erst kürzlich hatte der Minister für lokale Regierung, Dominique Habimana, darauf hingewiesen, dass über 95 Prozent der Jugendlichen in Rehabilitationszentren wegen Abhängigkeit von Alkohol und Drogen behandelt werden.

Quellen: Nile Post