Die extrem niedrigen Wasserstände der Donau zwingen Ungarn, drastische Maßnahmen zu ergreifen. Das Kernkraftwerk Paks, das einen wesentlichen Teil der Energieversorgung des Landes sicherstellt, musste aufgrund unzureichender Kühlwasserzufuhr teilweise stillgelegt werden. Diese Situation wird durch die anhaltende Dürre und die steigenden Temperaturen weiter verschärft.
Der Ministerpräsident Péter Magyar steht unter Druck, da die Opposition die Kompetenz der noch neuen Regierung hinterfragt. Die aktuelle Energiekrise könnte sich als entscheidend für die politische Zukunft von Magyar erweisen, der um die Einheit der politischen Kräfte in dieser Krisensituation wirbt.
Zusätzlich zu den internen Herausforderungen wird die ungarische Regierung auch von den Entwicklungen in Rumänien beeinflusst, wo eine Sprengung im Fluss durchgeführt wurde, um Wasser zu divertieren, das für die Kühlung des dortigen Kernkraftwerks benötigt wird. Diese grenzüberschreitenden Probleme verdeutlichen die Dringlichkeit, die Energieversorgung in der Region zu sichern.
Die ungarischen Behörden warnen, dass die Energieversorgung in den kommenden Tagen kritisch bleiben könnte, und appellieren an die Bevölkerung, Energie zu sparen.
Quellen: Euronews, The Guardian