München baut Fernkältenetz als Klimaschutzmaßnahme aus

München treibt den Ausbau eines Fernkältenetzes voran, um die städtische Klimabilanz zu verbessern und den Energieverbrauch in heißen Sommern zu senken. Gemeinsam mit den europäischen Metropolen Paris und Wien setzt die bayerische Landeshauptstadt auf eine umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Klimaanlage. Das System leitet Kälte zentral erzeugt über ein Rohrleitungsnetz an Gebäude – sei es für Büros, Krankenhäuser oder Einkaufszentren.

Laut Experten des Fachjournals F.A.Z. Technik kann der Stromverbrauch durch Fernkälte im Vergleich zu dezentralen Klimageräten um bis zu zwei Drittel sinken. Dies reduziert nicht nur die Betriebskosten, sondern entlastet auch das Stromnetz in Spitzenzeiten. In München wird das System bereits in städtischen Gebäuden und neuen Quartieren wie dem Werksviertel oder der Urbanen Mitte erfolgreich getestet.

Die Stadtwerke München (SWM) sehen im Fernkältenetz einen zentralen Baustein ihrer Klimaneutralitätsstrategie bis 2035. Durch die Nutzung von Umweltwärme, Grundwasser und Abkühlung über Nachtlüftung soll die Kälte effizient und nachhaltig erzeugt werden. Die Landesregierung begrüßt das Vorhaben als vorbildliche Kombination aus Innovation und Klimaschutz und prüft Fördermöglichkeiten für weitere bayerische Kommunen.

Quellen: FAZ Online