Im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat ein Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete für Entsetzen gesorgt. Unbekannte warfen in der Nacht zum Montag mehrere Brandsätze gegen ein Gebäude, das derzeit als Notunterkunft genutzt wird. Laut Polizeiangaben entstand durch die Gegenstände, die das Gebäude trafen, nur geringer Sachschaden – ein Vollbrand konnte durch schnelles Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden. Es gab keine Verletzten.
Die Ermittlungen laufen nun unter dem Vorwurf der versuchten Brandstiftung. Beamte der Kriminalpolizei sicherten Spuren am Tatort und werten Videoaufzeichnungen aus der Umgebung aus. Ein Motiv ist bisher nicht bekannt, doch die Behörden gehen von einem vorsätzlichen Angriff aus. Bezirksbürgermeisterin und Vertreter der Senatsverwaltung äußerten sich besorgt und kündigten an, über verstärkte Sicherheitsmaßnahmen rund um die Unterkunft zu beraten.
Auch zivilgesellschaftliche Gruppen verurteilten den Angriff scharf. Eine Sprecherin der lokalen Flüchtlingshilfe betonte: „Gewalt entsteht nicht im luftleeren Raum. Wir brauchen mehr Schutz für gefährdete Einrichtungen und eine klare gesellschaftliche Haltung gegen Hass und Hetze.“ Die Initiative „Sicherheit für alle“ plant für die kommenden Tage eine Mahnwache vor der Unterkunft, um Solidarität zu zeigen.
Quellen: Der Tagesspiegel