Während im gesamten Bundesgebiet das sogenannte Brauereisterben weiter fortschreitet, bildet Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Sachsen-Anhalt eine bemerkenswerte Ausnahme. Laut einer aktuellen Auswertung des ZDF sinkt die Zahl der Brauereien in Deutschland 2025 weiter, doch in Mecklenburg-Vorpommern bleibt die Zahl der aktiven Braustätten stabil oder weist sogar leichte Zuwächse auf.
Experten führen diese positive Entwicklung auf die starke regionale Verankerung kleiner Brauereien zurück. Viele dieser Betriebe setzen auf handwerkliche Tradition, lokale Rohstoffe und einzigartige Geschmacksprofile, die bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt sind. Besonders in ländlichen Regionen und an der Ostseeküste gewinnen Mikrobrauereien an Bedeutung und stärken die regionale Wertschöpfung.
Die Landesregierung unterstützt das Braugewerbe indirekt durch Förderprogramme für kleine und mittelständische Unternehmen sowie durch die Förderung regionaler Produkte im Tourismus. Auch die steigende Nachfrage nach Craft-Bier und saisonalen Spezialitäten trägt dazu bei, dass neue Brauereien entstehen und etablierte Betriebe expandieren.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern profitiert Mecklenburg-Vorpommern zudem von geringeren Betriebskosten und einer engagierten Brauer-Community, die sich regelmäßig auf regionalen Messen und Bierfesten vernetzt. Damit entwickelt sich die Branche im Nordosten zu einem Modell für regionale Wirtschaftskreisläufe, die Identität und wirtschaftliche Stabilität verbinden.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten