Demonstration in Erfurt: Polizei und Journalist bei Zusammenstoß verletzt

In der Innenstadt von Erfurt hat sich am Montag ein gewalttätiger Zwischenfall während einer Demonstration ereignet. Laut Polizeiangaben griffen drei Männer, darunter ein polizeibekannter 32-Jähriger, Einsatzkräfte und einen Journalisten an. Der Vorfall ereignete sich gegen Mittag in der Nähe des Johanneskirchplatzes, wo sich eine kleinere Gruppe Demonstranten versammelt hatte.

Die Hintergründe der Kundgebung sind bislang nicht vollständig geklärt, doch nach Augenzeugenberichten eskalierte die Lage, als die Polizei Versammlungsauflagen durchsetzen wollte. Dabei kam es zu Handgreiflichkeiten: Der Journalist, der für eine überregionale Nachrichtenplattform berichtete, wurde bei dem Versuch, den Vorfall zu dokumentieren, von einem der Demonstranten geschubst und leicht verletzt. Zwei Polizeibeamte erlitten Prellungen bei der Festnahme der Täter.

Die Staatsanwaltschaft hat mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet – unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung. Die beiden weiteren Tatverdächtigen, ein 28- und ein 41-Jähriger, wurden vorläufig festgenommen. Die Polizei betont, dass friedliche Proteste jederzeit möglich seien, Gewalt jedoch keine Akzeptanz finde. Der betroffene Journalist erstattete Anzeige wegen tätlicher Beleidigung und Körperverletzung.

Quellen: Welt Online