Die Tanzania Wildlife Management Authority (TAWA) hat die Umsetzung eines Präsidialerlasses von Präsidentin Samia Suluhu Hassan bekanntgegeben, der traditionellen Heilern erlaubt, staatliche Wildtierprämien im Rahmen ihrer Praxis legal zu besitzen. Die Entscheidung gilt unter der Voraussetzung, dass die Nutzung gesetzlich geregelt und im Einklang mit Naturschutzbestimmungen erfolgt.
Der Beschluss, der in Mwanza offiziell verkündet wurde, stellt einen bedeutenden Schritt in der Anerkennung indigener Heilpraktiken dar. Traditionelle Heiler spielen in vielen ländlichen Regionen Tansanias eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung, und der Zugang zu tierischen Bestandteilen – oft als symbolische oder rituelle Elemente verwendet – war bisher rechtlich umstritten.
TAWA betont, dass die Herausgabe von Trophäen strengen Auflagen unterliegt, darunter die Herkunftsnachverfolgung und die Einhaltung des Wildlife Conservation Act. Die Maßnahme soll kulturelle Rechte stärken, ohne die Bemühungen zum Schutz gefährdeter Arten zu untergraben. Beobachter sehen darin einen ausgewogenen Ansatz zwischen Naturschutz und kultureller Inklusion.
Quellen: AllAfrica – Tanzania, AllAfrica – East Africa