Ghana: Gesundheitsalarm nach geplantem Bauprojekt auf Anthrax-Begräbnisstätte

Ein geplantes Bauprojekt der Tarkwa-Nsuaem Municipal Assembly (TNMA) auf einem Gelände, das als Begräbnisstätte für an Anthrax erkrankte Tiere dient, hat in Ghana massive gesundheitliche Bedenken ausgelöst. Das Areal, eine ehemalige Farm zur Überwachung tierischer Krankheiten in Kwabedu, enthält tiefe Gruben, in denen infizierte Tierkadaver sicher beigesetzt wurden, um eine Ausbreitung der tödlichen Bakterien zu verhindern.

Trotz wiederholter Einwände von Veterinärbehörden und rechtlichen Warnungen will die TNMA das Gelände für städtische Entwicklungsprojekte nutzen. Fachleute befürchten, dass das Baggern oder Bauen auf dem Areal Sporen des Anthrax-Bakteriums freisetzen könnte, was zu schweren Infektionen bei Menschen und Tieren führen kann. Die Krankheit, die durch Bacillus anthracis verursacht wird, ist hochansteckend und kann über den Kontakt mit kontaminiertem Boden oder Tiermaterial übertragen werden.

Die Veterinärbehörde (VSD) hat eindringlich vor den Konsequenzen gewarnt und eine sofortige Einstellung der Baupläne gefordert. Internationale Leitlinien verbieten die Nutzung solcher Areale für mindestens 20 Jahre nach der letzten Bestattung. Die TNMA ignoriert die Warnungen jedoch weiterhin, was zu Spannungen zwischen lokaler Verwaltung und Fachinstitutionen führt. Die Regierung steht unter Druck, rechtlich einzugreifen, um eine mögliche öffentliche Gesundheitskatastrophe abzuwenden.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Ghana