Togo wird neuer Zwischenstopp für russische Waffenlieferungen nach Mali

Am 9. Juli hat das russische Frachtschiff Mikhail Britnev, das unter US-Sanktionen steht, im Hafen von Lomé in Togo eine Ladung militärischer Fahrzeuge abgeladen. Wie France 24 berichtet, markiert dieser Vorfall erstmals die Nutzung Togos als Zwischenstation für Waffenlieferungen aus Russland an die malische Regierung. Die Lieferung erfolgt im Rahmen der zunehmenden militärischen Zusammenarbeit zwischen Moskau und der malischen Übergangsregierung, die seit dem Putsch von 2020 von der westlichen Staatengemeinschaft zunehmend isoliert ist.

Die malische Regierung unter Oberst Assimi Goïta setzt zunehmend auf russische Unterstützung, insbesondere durch die Präsenz von Wagner-Truppen im Land, um die anhaltenden islamistischen Aufstände im Norden und Zentrum des Landes zu bekämpfen. Die neue Versorgungsroute über Togo könnte eine Umgehung westlicher Sanktionsmechanismen darstellen, da traditionelle Handelswege für Russland zunehmend blockiert sind. Die USA hatten wiederholt vor den destabilisierenden Auswirkungen der russischen Präsenz in der Sahelzone gewarnt.

Die Wahl Togos als Transitland überrascht einige Beobachter, da das westafrikanische Land bislang als regionaler Stabilitätsakteur galt. Die Regierung in Lomé hat bisher keine öffentliche Stellungnahme zu dem Waffentransport abgegeben. Experten vermuten jedoch, dass die Lieferung über Land weiter nach Mali geleitet wurde, wo die malische Armee auf zusätzliche Ausrüstung angewiesen ist, um die Sicherheitslage zu stabilisieren.

Quellen: France 24 – Africa