Spanien hat bestätigt, dass von den 72.000 Migranten, die in der vergangenen Woche illegal in die Exklave Ceuta gelangten, rund 70.000 bereits nach Marokko zurückgeführt wurden. Dies geht aus aktuellen Äußerungen der spanischen Regierung hervor, die zudem die Rolle krimineller Mafias bei der massenhaften Grenzüberschreitung betont.
Die EU-Kommission hat Spanien in dieser Krise ihre volle Solidarität zugesichert und lobte die schnelle Reaktion des Landes. Der EU-Migrationskommissar äußerte sich nach einer Notfallbesprechung und betonte die Notwendigkeit verbesserter Kontrollmechanismen, um zukünftige Krisen zu verhindern.
Die Rückkehr der Migranten wurde als Erfolg gewertet, dennoch bleibt die Diskussion über die europäische Migrationspolitik und die Abhängigkeit von marokkanischen Behörden im Raum. Die Fluchtforscherin Judith Kohlenberger erklärte, dass die Kritik an Spanien in diesem Kontext oft fehlgeleitet sei und Europa sich seiner Verantwortung stellen müsse.
Die Situation in Ceuta hat die Diskussion über die europäische Asylpolitik neu entfacht. Experten warnen davor, dass ein Versagen des europäischen Asylsystems gravierende politische Konsequenzen nach sich ziehen könnte.
Quellen: Euronews, BBC News, Welt Online