– Das in Berlin seit Jahren bestehende Pflicht-Hunderegister bleibt laut aktuellen Berichten weitgehend wirkungslos. Obwohl alle Hunde in der Stadt registriert sein müssten, fehlen systematische Kontrollen und Datenaktualisierungen.
– Die zuständigen Bezirksämter beklagen personelle Unterbesetzung und fehlende Ressourcen, um flächendeckende Überprüfungen durchzuführen. Dadurch entsteht eine Lücke zwischen Gesetz und Umsetzung.
– Tierschutzorganisationen weisen darauf hin, dass das Register insbesondere bei der Rückverfolgung von Vorfällen – etwa bei Beißattacken oder verlorenen Tieren – oft versagt. Unklar ist, wie viele der geschätzten 120.000 Hunde in Berlin tatsächlich erfasst sind.
– Auch Datenschutzauflagen erschweren die Zusammenarbeit zwischen Ämtern und Polizei. Während einige Bezirke digitale Abfragesysteme nutzen, arbeiten andere noch mit veralteten Methoden.
– Experten fordern eine zentralisierte, landesweite Datenbank mit regelmäßigen Kontrollen und Sanktionsmöglichkeiten bei Nichtanmeldung. Bislang bleibt das Register jedoch ein „Papierhund“, wie es bereits Kritiker nannten.
Quellen: Der Tagesspiegel