Rekordzahl an Bewerbern für Magistratsposten in Frankfurt

Ein ungewöhnlicher Ansturm hat sich auf einen hauptamtlichen Magistratsposten im Frankfurter Rathaus, dem Römer, entladen: Über 200 Menschen haben sich beworben – eine Rekordzahl, die auch auf satirische Weise provoziert wurde. Hintergrund ist die Bekanntmachung einer Nachfolge für einen ausgeschiedenen Stadtrat, die durch die Satirepartei „Die Partei“ öffentliche Aufmerksamkeit erhielt.

Die Partei, bekannt für politische Aktionen mit humoristischem Hintergrund, hatte in sozialen Medien zur Bewerbung aufgerufen und damit eine Welle von echten und ironischen Anträgen ausgelöst. Laut Stadtverwaltung sind jedoch etwa 150 Bewerbungen ernst gemeint, darunter viele aus der Zivilgesellschaft, von Verwaltungsfachkräften bis hin zu engagierten Bürgerinitiativen.

Letztlich wird nur einer der Bewerber den Posten im Magistrat übernehmen – voraussichtlich nach einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. Als aussichtsreich gelten vier Kandidaten, die bereits politisch aktiv sind oder über langjährige kommunalpolitische Erfahrung verfügen. Dennoch zeigt die hohe Beteiligung ein gestiegenes Interesse an direkter kommunaler Mitwirkung in Deutschlands Finanzmetropole.

Die Stadtverwaltung betont, dass alle Bewerbungen ordnungsgemäß geprüft würden, unabhängig von ihrer Motivation. Die Diskussion um den Auswahlprozess hat indes bereits zu einer Debatte über Transparenz und Partizipation in der Frankfurter Stadtpolitik geführt.

Quellen: FAZ Online