In Plauen im sächsischen Vogtland hat ein mutiges Bauprojekt junger Unternehmer Erfolg: Zwei Jungunternehmer haben auf eigenes Risiko ein denkmalgeschütztes Gebäude aus der Gründerzeit saniert und in ein modernes WG-Haus umgewandelt. Das Projekt, das ohne öffentliche Fördermittel realisiert wurde, gilt als Beispiel für bürgerschaftliches Engagement in strukturschwachen Regionen.
Das historische Mehrfamilienhaus, das jahrelang leer stand, wurde generalsaniert. Dabei blieben charakteristische Elemente wie Stuckdecken und Holzfenster erhalten, während moderne Wohnstandards geschaffen wurden. Ziel war es, bezahlbaren Wohnraum für Studierende und junge Berufstätige zu schaffen – gerade in einer Stadt wie Plauen, die mit Abwanderung und Leerstand kämpft.
Mit dem Einzug des ersten Mieters ist nun ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die beiden Initiatoren hoffen, mit ihrem Vorbild andere motivieren zu können, ähnliche Projekte anzugehen. Lokale Politiker lobten das Engagement als wegweisend für die Innenstadtentwicklung. Auch die Denkmalschutzbehörde zeigte sich beeindruckt von der sensiblen Sanierung.
Das Projekt könnte ein Signal setzen: Private Investitionen, gepaart mit kulturellem Bewusstsein, können zur Belebung alter Bausubstanz beitragen – besonders dort, wo staatliche Mittel knapp sind.
Quellen: MDR – Nachrichten