Dangote Refinery plant Börsengang im Oktober – bis zu fünf Milliarden Dollar geplant

Die Dangote Petroleum Refinery, das größte Ölraffinerie-Projekt Afrikas, plant nach Berichten von Reuters und Daba Finance einen Börsengang im Oktober, um rund fünf Milliarden US-Dollar einzunehmen. Die nigerianische Wertpapieraufsichtsbehörde SEC prüft derzeit den Antrag, während eine endgültige Prospektpublikation bereits für September erwartet wird. Sollte die Platzierung erfolgreich verlaufen, würde sie als bisher größter IPO auf dem afrikanischen Kontinent gelten.

Das Projekt, finanziert vom nigerianischen Multimilliardär Aliko Dangote, soll die Abhängigkeit Nigerias von der Einfuhr raffinierter Erdölprodukte deutlich verringern. Die Raffinerie in Lekki, nahe Lagos, hat eine geplante Kapazität von 650.000 Barrel pro Tag und könnte damit nicht nur den heimischen Markt versorgen, sondern auch exportieren. Der Börsengang ist Teil einer breiteren Strategie, Investoren aus dem In- und Ausland einzubeziehen und die Finanzstruktur des Unternehmens zu stärken.

Experten sehen in dem Schritt einen wichtigen Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung Nigerias und den Ausbau seiner industriellen Infrastruktur. Gleichzeitig wird gespannt beobachtet, wie internationaler Kapitalmarkt auf ein solch großes afrikanisches Unternehmen reagiert. Die Erwartungen an Transparenz, Corporate Governance und operative Stabilität dürften mit dem Börsengang deutlich steigen.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria