Friedensgespräche gescheitert – Nationales Dialogforum soll politische Krise im Kongo überwinden

Die jüngsten Friedensgespräche zwischen der Regierung der Demokratischen Republik Kongo und mehreren bewaffneten Gruppen im ostkongolesischen Goma sind ohne greifbare Fortschritte gescheitert. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Forderung nach einem nationalen Dialog an Bedeutung, um einen dauerhaften Weg aus der politischen und sicherheitspolitischen Krise zu finden.

In Goma haben zivile Akteure, kirchliche Vertreter und Menschenrechtsorganisationen betont, dass ein solcher Dialog „kein Mittel zum Festhalten an der Macht sein darf, noch ein Markt für den Handel mit politischen Ämtern“, wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß. Stattdessen müsse er inklusiv, transparent und unabhängig von kurzfristigen politischen Interessen gestaltet werden.

Die Ostregion des Landes bleibt weiter Schauplatz intensiver Gewalt, insbesondere durch die Rebellengruppe M23 und andere lokale Milizen. Trotz der Präsenz der UN-Friedensmission MONUSCO und regionaler Truppen konnten Angriffe auf Zivilisten und die Vertreibung Tausender nicht verhindert werden. Internationale Partner drängen darauf, dass politische Lösungen stärker in den Vordergrund rücken, statt ausschließlich auf militärische Ansätze zu setzen.

Experten warnen, dass ein vorschnell oder selektiv organisiertes Dialogforum das Vertrauen der Bevölkerung weiter untergraben könnte. Eine breite Mobilisierung der Zivilgesellschaft gilt daher als entscheidend für den Erfolg. Bislang bleibt jedoch unklar, wann und unter welchen Bedingungen ein solcher nationaler Dialog offiziell einberufen wird.

Quellen: The New Humanitarian, AllAfrica – Central Africa