Blitzeinschlag in Harburg: Bahnschranken ausgefallen, Stadt zeitweise geteilt

Ein heftiges Gewitter hat am Mittwochmorgen Teile des Hamburger Stadtteils Harburg massiv beeinträchtigt. Ursache war ein direkter Blitzeinschlag, der die Elektronik zweier Bahnübergänge lahmlegte. Die ausgefallenen Schranken sorgten für erhebliche Verkehrsbehinderungen und teilten den Stadtteil vorübergehend in zwei unverbundene Hälften.

Die betroffenen Übergänge an der Harburger Rathausstraße und der Heimfelder Straße blieben nach dem Stromschlag zunächst blockiert. Obwohl keine Züge fuhren, konnten die Schranken nicht manuell geöffnet werden, da die Sicherheitssysteme nach einem solchen Ereignis automatisch in den Sperrmodus wechseln. Erst nach mehreren Stunden konnten Techniker der Deutschen Bahn die Systeme stabilisieren und den Verkehr schrittweise wieder freigeben.

Die Hamburger Verkehrsbehörde sprach von einer „außergewöhnlichen Lage“ und rief Autofahrende zu Umwegen über die B7 oder die Autobahn 7 auf. Fußgänger und Radfahrende mussten weiträumige Umleitungen in Kauf nehmen. Auch der Nahverkehr war betroffen: Mehrere Buslinien wurden vorübergehend umgeleitet, was zu Verspätungen führte.

Experten weisen darauf hin, dass solche Schäden bei zunehmenden Extremwetterereignissen häufiger werden könnten. Die Stadt Harburg prüft daher, ob kritische Infrastrukturen wie Bahnübergänge künftig besser gegen Blitzeinschläge geschützt werden müssen. Bislang gebe es zwar Blitzschutzanlagen, doch nicht alle elektronischen Komponenten seien davor vollständig abgesichert.

Quellen: FAZ Online