In einer Zeit des industriellen Massenkonsums steht der Familienbetrieb Hintz in Marburg für handwerkliche Präzision und langlebige Qualität. Seit über 150 Jahren stellt das Unternehmen Bürsten her – heute als letzter verbliebener Bürstenmacher in ganz Hessen.
Im Stadtteil Marburg-Ockershausen fertigt das Team täglich bis zu 800 Stück – von der einfachen Küchenbürste über Staubwedel bis hin zu edlen Rasierbürsten aus Mooreiche und Silberbeschlägen. Ein großer Teil der Produktion landet in einem kleinen Laden in der Marburger Oberstadt, wo Touristen und Einheimische die handgefertigten Produkte erwerben können. „Unsere Bürsten sind kein Wegwerfartikel, sondern Begleiter fürs Leben“, sagt ein Unternehmenssprecher.
Das Geheimnis der Marburger Bürsten liegt in der Mischung aus traditioneller Handarbeit und moderner Technik. Während die Formgebung und Montage noch weitgehend von Hand erfolgen, sorgt maschinelle Unterstützung für gleichbleibende Qualität. Besonders beliebt sind die individuell anpassbaren Geschenksets, die oft als Mitbringsel oder Hochzeitsgeschenk gekauft werden.
Obwohl der Markt durch Billigimporte unter Druck steht, setzt Hintz auf regionale Wertschöpfung und Nachhaltigkeit. Das Unternehmen sieht sich nicht als Konkurrent zu Discounterware, sondern als Garant für langlebiges Handwerk. „Jede Bürste, die wir bauen, hat eine Geschichte“, so der Firmenchef. Und solange Nachfrage bleibt, soll diese Tradition weiterleben.
Quellen: FAZ Online