Prozess in Flensburg: Angeklagter soll Hund seiner Freundin erhängt haben

Vor dem Amtsgericht Flensburg läuft derzeit ein Prozess, der in den sozialen Medien für große Empörung sorgt. Ein 34-jähriger Mann steht vor Gericht, weil er beschuldigt wird, den Hund seiner Lebenspartnerin getötet zu haben. Der Pudel-Mischling namens Buddy wurde demnach mit einem Seil an einem Baum im Wald erhängt. Laut Anklage habe der Angeklagte den Hund nicht gemocht und aus diesem Grund die Tat begangen.

Die Hintergründe des Falls stoßen auf breite Anteilnahme. In sozialen Netzwerken verbreitet sich der Name des verstorbenen Hundes, zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer äußern ihre Trauer und Wut über die Gewalttat. Tierschutzorganisationen haben den Fall aufgegriffen und fordern eine strengere strafrechtliche Ahndung von Tierquälerei.

Im Gerichtssaal schilderte die Staatsanwaltschaft, dass der Mann den Hund im März in einem Waldstück außerhalb von Flensburg gefunden wurde. Die Leiche des Tieres hing an einem Baum. DNA-Spuren und Zeugenaussagen führten schließlich zu dem Angeklagten. Dieser bestreitet die Tat bislang nicht, verweigert aber eine detaillierte Aussage. Das Gericht prüft nun, ob es sich um eine besonders schwere Tierquälerei im Sinne des Strafgesetzbuches handelt, was eine höhere Strafe nach sich ziehen könnte.

Der Prozess wirft auch Fragen nach der rechtlichen Stellung von Haustieren in Deutschland auf. Während Tiere nach deutschem Recht als Sachen gelten, fordern immer mehr Stimmen eine Neubewertung im Zivil- und Strafrecht. Das Urteil in Flensburg könnte hier als Signalwirkung dienen.

Quellen: FAZ Online