Ein bedeutender rechtlicher Vergleich in Peru sorgt für Aufsehen: Eine Entschädigung von 150 Millionen US-Dollar wurde außerhalb des Gerichtssaals für mehr als 1.300 Menschen erzielt, die als Kinder durch eine giftige Schmelzanlage in den Anden vergiftet wurden. Kardinal Pedro Barreto, der jahrelang gegen die Praktiken eines US-amerikanischen Bergbauunternehmens gekämpft und dabei zahlreiche Todesdrohungen erhalten hatte, bezeichnete diese Einigung als einen „historischen Meilenstein“ für Peru.
Der Vergleich markiert das Ende eines fast 20-jährigen Kampfes, in dem Barreto sich gegen die schädlichen Auswirkungen des Bergbaus auf die Gesundheit der Bewohner der Region ausgesprochen hat. Laut Berichten wurden die betroffenen Personen in ihrer Kindheit durch Blei vergiftet, das von der Schmelzanlage freigesetzt wurde. Dies führte zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen, die bis heute anhalten.
Die Einigung wird als ein großer Sieg für die Betroffenen und als ein Zeichen dafür gesehen, dass der Kampf für Umweltgerechtigkeit Früchte tragen kann. Kardinal Barreto betonte, dass dies nicht nur eine finanzielle Entschädigung sei, sondern auch eine Anerkennung des Leidens, das diese Menschen ertragen mussten. Der Fall könnte als Präzedenzfall für ähnliche Umweltrechtsfälle weltweit dienen und zeigt die anhaltende Notwendigkeit für striktere Regulierungen im Bergbau.
Quellen: The Guardian – World, The Guardian – Americas