Die Economic and Financial Crimes Commission (EFCC) hat das Gehaltskonto des Bundesstaates Osun eingefroren, wie ein staatlicher Beamter am Mittwoch bestätigte. Die Maßnahme erfolgte nur wenige Tage vor der geplanten Gouverneurswahl am 15. August 2026 und hat erhebliche politische Aufregung ausgelöst.
Gouverneur Ademola Adeleke hatte zuvor gewarnt, dass die EFCC beabsichtige, Konten des Staates zu sperren, was er als politisch motivierte Einmischung in den Wahlprozess kritisierte. Die Blockade könnte Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit des Staates haben, insbesondere hinsichtlich der Gehälter öffentlicher Angestellter. Bislang hat die EFCC keine detaillierten Begründungen für die Maßnahme vorgelegt, doch laut Regierungskreisen laufen Ermittlungen zu angeblichen finanziellen Unregelmäßigkeiten.
Kritiker werfen der Behörde vor, zunehmend als Instrument politischer Gegnerbekämpfung zu fungieren, besonders in Vorfeld von Wahlen. Beobachter befürchten, dass solche Schritte das Vertrauen in institutionelle Unabhängigkeit untergraben könnten. Die spannungsgeladene Atmosphäre in Osun wirft Fragen über die Integrität des bevorstehenden Urnengangs auf. Internationale und nationale Wahlbeobachtergruppen haben angekündigt, die Entwicklung genau zu verfolgen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa