Präsident Mahama kündigt Erweiterung des AfCFTA auf Karibikstaaten an

Präsident John Dramani Mahama hat angekündigt, dass Ghana die Erweiterung des Afrikanischen Kontinentalen Freihandelsabkommens (AfCFTA) auf Länder der Karibik vorantreiben wird, sobald das Land im kommenden Jahr die Präsidentschaft der Afrikanischen Union (AU) übernimmt. Die Initiative zielt darauf ab, wirtschaftliche und kulturelle Brücken zwischen afrikanischen und karibischen Staaten zu schlagen, die historisch durch die Sklaverei und Migration verbunden sind.

Mahama betonte, dass viele Karibikstaaten eine Bevölkerung mit afrikanischen Wurzeln haben und gemeinsame Entwicklungsherausforderungen teilen. Durch die Einbindung dieser Länder in das AfCFTA könnten Handel, Investitionen und technologischer Austausch gefördert sowie neue Märkte für afrikanische Produkte erschlossen werden.

Das Vorhaben sieht vor, zunächst informelle Handelsabkommen und Dialogforen zwischen Afrika und der Karibikregion einzurichten, um rechtliche und logistische Hürden zu identifizieren. Langfristig soll eine strukturierte Partnerschaft entstehen, die den freien Warenverkehr, den Zugang zu digitalen Märkten und gemeinsame Infrastrukturprojekte umfasst.

Strategische Kontinentalpolitik

Ghanas künftige AU-Präsidentschaft wird sich auf wirtschaftliche Souveränität, regionale Integration und globale Vernetzung konzentrieren. Die geplante Erweiterung des AfCFTA unterstreicht Ghanas Bestreben, eine führende Rolle in der Gestaltung einer offeneren, inklusiven afrikanischen Handelsarchitektur zu übernehmen. Experten sehen in der Initiative einen innovativen Schritt zur Stärkung der afrikanischen Diaspora-Wirtschaft.

Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Ghana, AllAfrica – Business