Thüringen plant Dorfzentren für mehr Lebensqualität im ländlichen Raum

Die thüringische Landesregierung hat konkrete Pläne vorgestellt, um das Leben auf dem Land attraktiver zu gestalten. Ab dem Jahr 2027 sollen im ganzen Bundesland sogenannte Dorfzentren entstehen, die als zentrale Anlaufstellen für Bewohnerinnen und Bewohner dienen sollen. Diese Einrichtungen sollen vielfältige Angebote bündeln – von Nahversorgung über soziale Treffpunkte bis hin zu digitalen Bürgerservices.

Das Konzept sieht vor, bestehende Gebäude wie ehemalige Schulen oder Gemeindehäuser umzunutzen, um Kosten zu sparen und Leerstand zu vermeiden. Ziel ist es, die Abwanderung aus ländlichen Gebieten zu bremsen und den Zusammenhalt in Dörfern zu stärken. Besonders in Regionen mit sinkenden Einwohnerzahlen und schwindender Infrastruktur soll das Modell helfen, Alltagssorgen wie fehlende Einkaufsmöglichkeiten oder mangelnde Mobilität zu lindern.

„Wir wollen nicht nur Verwaltung neu denken, sondern Lebensräume erhalten“, erklärte ein Sprecher des zuständigen Ministeriums. Die Planungen laufen bereits, erste Modellprojekte sind für kommendes Jahr angekündigt. Finanziert werden sollen die Zentren durch eine Kombination aus Landesmitteln, EU-Förderungen und kommunaler Beteiligung.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 05.08.2026 16:30)