Die Namibia Employers‘ Federation (NEF) hat ihre Unterstützung für Maßnahmen ausgesprochen, die es berufstätigen Müttern ermöglichen, nach der Rückkehr zur Arbeit weiterhin zu stillen. Gleichzeitig warnt die Arbeitgeberorganisation jedoch davor, verbindliche, einheitliche Regelungen für alle Unternehmen einzuführen, unabhängig von ihrer Größe oder Branche.
In einer Stellungnahme betonte die NEF, dass sinnvolle und flexible Lösungen notwendig seien, um den Bedürfnissen von Müttern gerecht zu werden, ohne die betriebliche Organisation überzustrapazieren. Für kleinere Unternehmen könnten verpflichtende Pausenregelungen, separate Räumlichkeiten oder technische Ausstattungen wie Milchpumpen eine erhebliche finanzielle und logistische Herausforderung darstellen.
Die NEF plädiert stattdessen für branchenspezifische Leitlinien, die unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Arbeitsplatzbedingungen entwickelt werden. Dabei solle der Dialog zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern und politischen Entscheidungsträgern im Vordergrund stehen. Die Förderung von Stillen am Arbeitsplatz sei ein wichtiges Thema der Gesundheits- und Familienpolitik, dürfe aber nicht zu einer unverhältnismäßigen Belastung für die Wirtschaft führen.
Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, da in Namibia verstärkt über familienfreundliche Arbeitsbedingungen diskutiert wird. Gesundheitsexperten betonen die langfristigen Vorteile des Stillens für Mutter und Kind, während Arbeitgeber nach ausgewogenen Lösungen suchen, die sowohl soziale Verantwortung als auch betriebliche Realitäten berücksichtigen.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business