Über 300 Kinder durch Ebola gestorben – Unicef warnt vor Zusammenbruch der Grundversorgung

Das Kinderhilfswerk Unicef hat vor gravierenden Folgen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo gewarnt. Laut aktuellen Angaben sind bereits über 300 Kinder an der Krankheit gestorben. Darüber hinaus berichtet Unicef von einem dramatischen Einbruch bei grundlegenden medizinischen Leistungen in den am stärksten betroffenen Regionen.

In den Epizentren der Epidemie sei die Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten um mehr als 40 Prozent zurückgegangen. Viele Familien scheuen infolge der Angst vor Ansteckung ärztliche Behandlungen, was zu einem Rückgang bei Kinderimpfungen, sicheren Entbindungen und der Versorgung chronischer Erkrankungen führt. Besonders besorgniserregend ist dabei die Unterbrechung von Masern- und Polio-Kampagnen, die langfristig zu weiteren Ausbrüchen führen könnten.

Psychologische und strukturelle Barrieren

Laut Unicef tragen auch Desinformation und Misstrauen gegen medizinisches Personal dazu bei, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr in Kliniken bringen. Die Organisation setzt verstärkt auf Community-Work und Aufklärung vor Ort, um diese Barrieren abzubauen. Gleichzeitig werden mobile Gesundheitsteams eingesetzt, um sicherere und dezentrale Versorgungsangebote zu schaffen.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Central Africa