Münchner Karstadt-Gebäude am Hauptbahnhof vor dem Verkauf an albanischen Investor

Das ehemalige Karstadt-Gebäude am Münchner Hauptbahnhof soll bald einen neuen Besitzer bekommen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, steht der Verkauf an einen Konzern des albanischen Unternehmers René Benko unmittelbar bevor. Damit würde die letzte verbliebene Münchner Immobilie aus Benkos ehemaligem Signa-Imperium zurück in seine Hände gelangen.

Das Gebäude, das jahrzehntelang als Karstadt-Warenhaus genutzt wurde, ist seit der Insolvenz des Signa-Konzerns vakant. Es liegt in einer der bestbesuchten Lagen der Stadt – direkt am Bahnhofsvorplatz und in unmittelbarer Nähe zu Einkaufsstraßen und öffentlichen Verkehrsknoten. Die Zukunftsnutzung des denkmalgeschützten Baus ist noch nicht abschließend geklärt, doch Spekulationen reichen von einem modernen Retail- und Bürokomplex bis hin zu einem gemischt genutzten Stadtquartier mit Gastronomie und Wohnraum.

Die Rückkehr Benkos in den Münchner Immobilienmarkt ist symbolträchtig. Der Unternehmer hatte den Signa-Konzern zu einem der größten Handels- und Immobilieninvestoren Deutschlands ausgebaut, bevor dieser 2023 infolge der Finanzkrise und überhöhter Schulden zusammenbrach. Der geplante Erwerb des Karstadt-Gebäudes könnte der Auftakt zu einer größeren Rückkehr sein – auch angesichts neuer Investitionspläne in anderen deutschen Großstädten.

Die Stadt München beobachtet den Vorgang aufmerksam. Baureferat und Denkmalschutzbehörden müssen dem Projekt zustimmen, sobald konkrete Pläne vorliegen. Bürgerinitiativen fordern Transparenz und eine Nutzung, die der Öffentlichkeit zugutekommt – etwa durch öffentliche Zugänge, bezahlbaren Einzelhandel oder sozialen Wohnraum. Ein endgültiger Vertragsabschluss wird in den kommenden Wochen erwartet.

Quellen: Süddeutsche Zeitung