Im eisigen Winter eines vergangenen Jahrhunderts sank die schwedische Fregatte „Postillion“ vor der Küste des heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt, über 300 Jahre später, haben Forschende die Wracks des Kriegsschiffs und seines Begleitschiffs lokalisiert und dokumentiert. Die gut erhaltenen Überreste liefern Archäologen wertvolle Hinweise auf die maritime Kriegsführung des 18. Jahrhunderts.
Unter den geborgenen Artefakten befinden sich eine Kanone und ein Kochtopf – scheinbar alltägliche Gegenstände, die nun als Zeugen einer dramatischen Vergangenheit dienen. Die Lage und der Erhaltungszustand der Wracks begeistern Experten: „Die Funde sind in einem außergewöhnlichen Zustand, was für die Ostsee selten ist“, so ein Sprecher der beteiligten Forschungseinrichtung. Die Schiffe gehörten zu einer Flotte, die während eines militärischen Konflikts im eisigen Kriegswinter verloren ging.
Die Entdeckung wirft neues Licht auf die Rolle der Ostsee als historische Kampfzone und unterstreicht die Bedeutung Mecklenburg-Vorpommerns als Schnittstelle europäischer Geschichte. Die weiteren Untersuchungen sollen Aufschluss über die genauen Umstände des Untergangs geben und helfen, die Lebenswelt der Seeleute besser zu verstehen. Die Fundstelle bleibt vorerst geschützt, um Plünderungen vorzubeugen.
Quellen: Der Tagesspiegel