Im niederbayerischen Ried hat sich am frühen Morgen eine tragische Tierkatastrophe ereignet: Bei einem Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb sind mehr als 1200 Schweine ums Leben gekommen. Die Feuerwehr wurde gegen 3 Uhr alarmiert und kämpfte stundenlang gegen die Flammen, die einen kompletten Maststall erfassten. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung und der hohen Rauchentwicklung konnten keine Tiere gerettet werden.
Landwirte aus der Umgebung rückten mit ihren Traktoren an, um Wasser aus benachbarten Brunnen heranzuholen, da die Wasserversorgung vor Ort zunächst nicht ausreichte. Mehrere Drehleitern und Löschfahrzeuge aus Nachbargemeinden unterstützten die Einsatzkräfte. Erst nach mehreren Stunden gelang es, das Feuer vollständig unter Kontrolle zu bringen. Die Brandursache ist bislang unklar und wird nun durch die Kripo Straubing untersucht.
Der betroffene Betrieb gilt als konventioneller Schweinemastbetrieb mit hoher Tierdichte. Tierschutzorganisationen äußerten schockiert ihre Trauer über das Leid der Tiere und fordern erneut eine Umstrukturierung der Massentierhaltung. Auch Landrat Martin Eder (CSU) zeigte sich „zutiefst betroffen“ und sprach den betroffenen Landwirten seine Solidarität aus. Der wirtschaftliche Schaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.
Quellen: ntv – Nachrichten