Die Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz setzt in dieser Sommersaison ein ungewöhnliches kulturelles Zeichen: Ab Freitag verwandelt sich das renommierte Theater in ein öffentliches Schwimmbad. Im Rahmen des künstlerischen Projekts „Schwimmsaison“ kann das Publikum in einem eigens aufgebauten Becken im Foyer planschen – kostenlos, ohne Ausweiskontrolle und für alle Altersgruppen zugänglich.
Die Idee geht auf eine Zusammenarbeit zwischen Theaterkünstlern und urbanen Aktivisten zurück, die neue Nutzungskonzepte für kulturelle Räume erproben wollen. Interessierte müssen sich online anmelden, da die Kapazitäten begrenzt sind. Pro Tag stehen maximal 200 Schwimmplätze zur Verfügung, verteilt auf mehrere Zeitblöcke.
Das Projekt soll nicht nur Erfrischung in der heißen Jahreszeit bieten, sondern auch Diskussionen über öffentlichen Raum, Zugehörigkeit und kreative Stadtentwicklung anregen. „Wir wollen zeigen, dass Theater mehr sein kann als nur ein Ort für Aufführungen“, sagt eine Sprecherin der Volksbühne. „Es kann ein Raum der Begegnung, des Spiels und der Entspannung sein.“
Die Schwimmsaison läuft zunächst als einwöchiges Pilotprojekt. Ob sie verlängert wird, hängt von der Resonanz und den organisatorischen Erfahrungen ab. Besucher berichten von einer entspannten Atmosphäre und großer Neugierde – besonders Kinder und Jugendliche nutzen das Angebot rege.
Quellen: Der Tagesspiegel