Frauen in Abuja führen Kampagne gegen offene Entwässerung

Frauenführerinnen aus 16 Gemeinden im Kundu Ward des Kwali Area Council im Federal Capital Territory (FCT) haben eine gemeindebasierte Kampagne gestartet, um die Praxis der offenen Entwässerung zu beenden und hygienische Lebensbedingungen in ihren Vierteln zu verbessern. Die Initiative zielt darauf ab, gesundheitliche Risiken wie Cholera und andere wasserübertragene Krankheiten durch Aufklärung und kollektive Maßnahmen zu reduzieren.

Die beteiligten Frauen organisieren Treffen in Moscheen, Kirchen und Gemeindezentren, um über die Gefahren mangelnder sanitärer Einrichtungen aufzuklären. Gleichzeitig arbeiten sie mit lokalen Behörden zusammen, um den Bau von Toilettenanlagen und die Verbesserung der Abwasserentsorgung voranzutreiben. Besonders in ländlichen Teilen des FCT bleibt der Zugang zu sanitären Einrichtungen begrenzt, was die Frauen nun aktiv anzugehen versuchen.

Laut Gesundheitsexperten trägt offene Entwässerung in Nigeria zu einer hohen Kindersterblichkeit bei. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass Millionen Nigerianer weiterhin keine Toiletten nutzen können. Die Initiative in Kundu Ward gilt daher als vorbildhaft für bottom-up-Ansätze zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit. Unterstützer sehen darin einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Rolle von Frauen in der kommunalen Entwicklung.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria