In Russland ist die im Umlauf befindliche Bargeldmenge im Juli 2026 um beeindruckende 43,1 Prozent im Vergleich zum Juni gestiegen, was den größten Zuwachs seit September 2022 darstellt. Diese Entwicklung hat verschiedene Ursachen, die allesamt dem Kreml wenig gefallen dürften. Beobachter sind besorgt, dass das Horten von Bargeld auf ein wachsendes Misstrauen in die wirtschaftliche Stabilität des Landes hindeutet.
Die Gründe für dieses Verhalten sind vielschichtig: Die Unsicherheit aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen, die Auswirkungen der westlichen Sanktionen sowie die Inflation tragen dazu bei, dass viele Russen lieber Bargeld halten, anstatt es in Bankkonten anzulegen oder zu investieren. Dies könnte für die russische Wirtschaft langfristig problematisch sein, da es zu einem Rückgang der Investitionen und einem erstarkenden Schwarzmarkt führen kann.
Experten sehen diese Entwicklung als alarmierend an, da sie möglicherweise die wirtschaftlichen Grundlagen Russlands weiter destabilisieren könnte. Der Kreml steht somit vor der Herausforderung, das Vertrauen der Bürger in die Finanzsysteme und die Wirtschaft insgesamt wiederherzustellen.
Quellen: Welt Online, ARD Tagesschau