Belarus stuft Euronews als extremistisch ein – Tsikhanouskaya warnt vor Folgen

Die belarussische Informationsministeriums hat in dieser Woche den Nachrichtensender Euronews als „extremistisch“ eingestuft und dessen Website auf die „Republikanische Liste extremistischer Materialien“ gesetzt. Diese Entscheidung hat nicht nur für Aufregung innerhalb des Landes gesorgt, sondern auch eine breite Debatte über die Pressefreiheit in Europa ausgelöst.

Sviatlana Tsikhanouskaya, die bekannte Oppositionsführerin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin, äußerte sich zu dieser Entscheidung und bezeichnete sie als Racheakt des Lukaschenka-Regimes. Sie betonte, dass die Einstufung von Euronews als extremistisch die Angst des Regimes vor unabhängiger Berichterstattung widerspiegle. „Es ist eine klare Botschaft, dass sie die Kontrolle über Informationen aufrechterhalten wollen“, sagte sie.

Tsikhanouskaya warnte zudem, dass diese Einstufung erhebliche Risiken für Journalisten, deren Quellen und die Zuschauer mit sich bringen könnte, die sich auf die Berichterstattung von Euronews verlassen. Die Situation verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen für die Pressefreiheit in Belarus, wo staatliche Kontrolle und Zensur weit verbreitet sind.

Die Reaktion auf diese Entscheidung war in Europa überwältigend positiv. Zahlreiche Organisationen und Journalisten haben ihre Solidarität mit Euronews und den belarussischen Journalisten bekundet. Die Diskussion über die Bedeutung der Pressefreiheit und die Notwendigkeit, unabhängige Medien zu schützen, hat an Fahrt aufgenommen und könnte politische Konsequenzen für die belarussische Führung haben.

Quellen: Euronews