Münchens neuer OB zieht Bilanz nach hundert Tagen: Krause setzt auf neuen Kurs

Seit 100 Tagen führt Dominik Krause als neuer Oberbürgermeister das politische Geschick in München. Der Grüne, der Dieter Reiter (SPD) nach dessen langjähriger Amtszeit ablöste, zieht eine erste Zwischenbilanz – und blickt dabei sowohl auf Erfolge als auch auf offene Baustellen. Besonders im Fokus steht sein Vorhaben, den Wohnungsbau in der wachsenden Stadt deutlich zu beschleunigen. Krause betont, dass seine Verwaltung bereits konkrete Impulse gesetzt habe, um bezahlbaren Wohnraum schneller zu ermöglichen.

Eine seiner ersten und umstrittensten Entscheidungen war der Verzicht auf den flächendeckend kostenlosen Kindergarten für alle. Stattdessen will Krause gezielt einkommensschwächere Familien unterstützen. Diese Kehrtwendung sorgt weiterhin für Diskussionen in der Stadtgesellschaft. Auch in der Verkehrspolitik markiert der neue OB einen klaren Bruch mit der Vergangenheit: Er hat die Beschwerde seines Vorgängers gegen die gerichtlich angeordnete Tempo-30-Regelung auf der Landshuter Allee zurückgezogen. Damit bleibt die Geschwindigkeitsbegrenzung bestehen – ein Signal für mehr Verkehrssicherheit und Klimaschutz.

Krause beschreibt sein Amt als „wahnsinnig“ und zugleich bereichernd. Er wolle einen „frischen Geist“ in die Stadt bringen – sowohl in der Politik als auch in der Verwaltung. Bürgerinnen und Bürger sprächen ihn oft auf Themen wie Wohnen, Verkehr und Lebensqualität an. Obwohl er erste Maßnahmen umgesetzt hat, betont Krause, dass die Arbeit erst am Anfang stehe. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sein neuer Kurs in München breite Akzeptanz findet.

Quellen: Süddeutsche Zeitung, heise online