Die österreichische Performance-Gruppe Nesterval hat in Hamburg ein unkonventionelles kulturelles Highlight gesetzt. Mit einer Mischung aus interaktiver Unterhaltung und queerer Theaterszene schafft sie einen Raum, in dem Zuschauer:innen nicht nur zuschauen, sondern mitgestalten können – oder auch nicht. Der Abend folgt keiner starren Aufführung, sondern versteht sich als offenes Format, das spielerisch von Serien wie »Love Boat« und »White Lotus« inspiriert ist.
Im Zentrum steht die Idee, dass niemand performen muss – es sei denn, man möchte. Diese Freiheit macht den Reiz des Abends aus: Teilnehmende können sich zurücklehnen, beobachten oder spontan in eine Szene eingreifen. Die Grenzen zwischen Publikum und Bühne verschwimmen, ohne Druck oder Erwartung. So entsteht ein dynamisches, oft humorvolles Geschehen, das Vielfalt und Selbstbestimmung zelebriert.
Die Hamburger Aufführung fand im Rahmen einer Tour statt, die Nesterval durch mehrere europäische Städte führt. In Hamburg stieß das Konzept auf großes Interesse, besonders in der queeren und kulturellen Szene. Veranstalter lobten die gelungene Balance zwischen spielerischer Leichtigkeit und tiefgründiger Inklusion. Mit dieser Form des Mitmachtheaters setzt die Gruppe ein Statement gegen starre Rollen und für mehr Selbstausdruck im kulturellen Raum.
Quellen: Spiegel Online