In Buenos Aires haben tausende Menschen gegen ein umstrittenes Immobiliengesetz demonstriert, das von Präsident Javier Milei unterstützt wird. Die Proteste führten zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei, bei denen mindestens drei Personen verletzt und zehn festgenommen wurden. Die Demonstranten kritisierten insbesondere eine geplante Erhöhung der Obergrenze für den ausländischen Landbesitz von 15% auf 25%, die schließlich aus dem Gesetzesentwurf gestrichen wurde.
Die soziale Unruhe spiegelt die tiefen Risse in der argentinischen Gesellschaft wider, die durch die Reformpläne der Regierung Milei verursacht wurden. Die Regierung musste Teile des Gesetzes zurückziehen, um den wachsenden Widerstand in der Bevölkerung zu besänftigen. Der Rückzug der Regierung von der geplanten Änderung zeigt, wie umstritten die Frage des ausländischen Grundbesitzes in Argentinien ist.
Das Gesetz, das nun ohne die umstrittenen Änderungen eingebracht wird, zielt darauf ab, den privaten Immobilienmarkt zu reformieren. Dennoch bleibt die öffentliche Unzufriedenheit bestehen, da viele Menschen befürchten, dass die Interessen der einheimischen Bevölkerung vernachlässigt werden könnten. Die Regierung steht unter Druck, einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichem Wachstum und dem Schutz nationaler Interessen zu finden.
Quellen: Buenos Aires Times, Rio Times Online