Bombenanschlag auf kolumbianischer Autobahn nach Amtseinführung des Präsidenten

Ein Autobombenanschlag hat am Tag nach der Amtseinführung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella eine Mautstelle auf einer wichtigen Autobahn zerstört. Der Anschlag ereignete sich auf der Panamericana im Südwesten Kolumbiens und wird der linken Guerillagruppe FARC zugeschrieben, die sich gegen die Politik des neuen Präsidenten stellt.

Präsident de la Espriella, der für seine harte Haltung gegen Drogenkartelle und Kriminalität bekannt ist, hatte am Tag seiner Amtseinführung angekündigt, das Land mit strengen Maßnahmen umzugestalten. Zu diesen Maßnahmen gehört der Bau neuer Hochsicherheitsgefängnisse nach dem Vorbild von El Salvador.

Die Regierung hat in einer ersten Reaktion auf den Anschlag versprochen, energisch gegen die Verantwortlichen vorzugehen. Sicherheitskräfte wurden mobilisiert, um weitere Zwischenfälle zu verhindern und den Tätern das Handwerk zu legen. Die Spannungen zwischen der Regierung und der FARC nehmen zu, da die Gruppe in der Vergangenheit wiederholt gegen staatliche Einrichtungen und Sicherheitskräfte vorgegangen ist.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen in Kolumbien mit Sorge, da das Land in den letzten Jahren Fortschritte in Richtung Frieden und Stabilität gemacht hatte. Der jüngste Anschlag stellt eine Herausforderung für die neue Regierung dar, die nun beweisen muss, dass sie die Sicherheit und den Frieden im Land gewährleisten kann.

Quellen: Spiegel Online, Al Jazeera English