Ein ungewöhnliches Bild bot sich am Samstagnachmittag in Berlin: Rund 500 Menschen nahmen am ersten „World Naked Bike Ride“ in der deutschen Hauptstadt teil. Die Teilnehmenden fuhren – überwiegend nackt – durch verschiedene Stadtteile, um ein Zeichen für Körperakzeptanz, die Freikörperkultur (FKK) und mehr Sicherheit im Radverkehr zu setzen. Die Demonstration zog zahlreiche Schaulustige an und sorgte für Aufsehen.
Die Veranstalter betonten, dass die Aktion friedlich und respektvoll gestaltet sei. Ziel sei es, „die eigene Freiheit zu feiern und gleichzeitig auf die Verletzlichkeit von Radfahrenden im Straßenverkehr aufmerksam zu machen“. Viele Teilnehmende trugen Schilder mit Parolen wie „Skin not steel“ oder „Nackt für mehr Radwege“. Die Polizei begleitete die Route ohne Zwischenfälle und bestätigte eine ruhige Stimmung.
Die Veranstaltung ist Teil einer globalen Bewegung, die seit 2004 in Städten weltweit stattfindet. In Berlin war die diesjährige Auflage zugleich eine kulturelle und politische Aussage – nicht nur für mehr Akzeptanz nackter Körper, sondern auch für eine radfreundlichere Stadtplanung. Organisator:innen sprechen bereits von einer Fortsetzung im nächsten Jahr. Kultur- und Verkehrspolitiker reagierten mit gemischten Reaktionen: Während einige die Botschaft begrüßten, zeigten sich andere irritiert über die Form der Demonstration.
Quellen: Spiegel Online – Schlagzeilen, ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel