Niger meldet Ausbruch von Diphtherie: 124 Fälle und 17 Todesopfer

Im nigerianischen Bundesstaat Niger hat ein Diphtherie-Ausbruch bereits 17 Todesopfer gefordert. Wie Gesundheitskommissar Bagana berichtete, wurden insgesamt 124 Infektionen bestätigt, während 103 Patienten bereits behandelt und aus Krankenhäusern entlassen wurden.

Die betroffenen Regionen liegen in den lokalen Regierungsbezirken Bida, Suleja und Shiroro, wo das Gesundheitssystem lokal begrenzte Kapazitäten aufweist. Diphtherie, eine bakterielle Erkrankung, die vor allem die Atemwege befällt, breitet sich rasch in Gemeinschaften mit geringer Impfquote aus. Besonders Kinder und ungeimpfte Erwachsene gelten als hochgradig gefährdet.

Die Behörden haben mittlerweile Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie eingeleitet, darunter mobile Impfstationen, Aufklärungskampagnen und die Verteilung von Antibiotika. Dennoch warnen Experten vor weiteren Ausbrüchen, solange die Impfquote in ländlichen Gebieten unzureichend bleibt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt die nigerianischen Behörden bereits mit medizinischem Material und Personal. Gleichzeitig wird betont, dass eine langfristige Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems notwendig sei, um zukünftige Epidemien effektiver zu bekämpfen.

Quellen: Premium Times Nigeria