Die Elbe durchläuft in Sachsen-Anhalt eine extreme Trockenphase: Am Sonntagmorgen wies der Pegel in Magdeburg laut ELWIS einen Wert von 41 Zentimetern aus, der Rohwert lag sogar bei nur 40 Zentimetern. Damit nähert sich der Fluss einem neuen historischen Tiefstand – der bisherige Rekord aus dem Jahr 2018 könnte bald übertroffen werden, sofern sich die Wetterlage nicht ändert.
Die extrem niedrigen Wasserstände beeinträchtigen zunehmend die Schifffahrt auf der Elbe. Frachtschiffe müssen ihre Ladung reduzieren oder Streckenabschnitte ganz meiden, was zu wirtschaftlichen Einbußen führt. Auch die ökologischen Auswirkungen sind gravierend: Flussufer trocknen aus, Fische verlieren Lebensraum, und die Wasserqualität leidet unter erhöhter Konzentration von Schadstoffen.
Experten warnen vor langfristigen Konsequenzen durch den Klimawandel, der solche Niedrigwasserphasen immer häufiger und intensiver werden lässt. In Magdeburg wird intensiv über Notmaßnahmen diskutiert, darunter die Anpassung von Hafenanlagen und die Optimierung der Wassernutzung in Landwirtschaft und Industrie. Offiziell bestätigt ist der Rekord bisher jedoch noch nicht – die Behörden warten auf abschließende Daten.
Quellen: MDR – Nachrichten