Die Zahl der mit Stromzählern ausgestatteten Verbraucher in Nigeria ist im April 2026 erneut deutlich angestiegen. Laut offiziellen Daten stieg die Anzahl um 111.654 auf insgesamt 7.435.733 registrierte Kunden, nach 7.324.079 im Vormonat. Dieser Anstieg ist Teil der laufenden Bemühungen der nigerianischen Stromversorger und der Regulierungsbehörde (NERC), den jahrzehntelangen Zählermangel im Land systematisch abzubauen.
Jahrelang hatten Millionen Haushalte und Unternehmen in Nigeria unter sogenannten „Schätzabrechnungen“ gelitten, bei denen Stromverbrauch pauschal und oft willkürlich berechnet wurde. Dies führte zu Missständen, Unzufriedenheit und Zahlungsausfällen. Die massenhafte Installation von Zählern gilt daher als zentraler Baustein für eine transparente und faire Abrechnung sowie für die Stabilität des maroden Stromsektors.
Die Verbesserung ist auf Programme wie die Mass Meter Deployment Initiative (MMDI) zurückzuführen, die von den Verteilungsunternehmen in Zusammenarbeit mit der Nigerian Electricity Regulatory Commission (NERC) umgesetzt wird. Trotz des Fortschritts bleibt jedoch noch viel zu tun: Nach wie vor sind Millionen Haushalte nicht ordnungsgemäß erfasst, was die Reform des Energiesektors weiterhin zu einer der größten Herausforderungen der Regierung macht.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Nigeria