Baden-Württemberg setzt Lkw-Sonntagsfahrverbot wegen Niedrigwasser aus

Baden-Württemberg reagiert auf die Folgen des anhaltenden Niedrigwassers auf deutschen Binnenwasserstraßen und setzt temporär das Sonntagsfahrverbot für Lastkraftwagen aus. Wie mehrere Bundesländer zuvor zieht auch das Südwestland nun nach, um den Gütertransport über die Straße kurzfristig zu entlasten. Auf Flüssen wie dem Rhein liegen die Pegelstände derzeit so niedrig, dass Frachtschiffe nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr fahren können – mit erheblichen Auswirkungen auf die Logistikketten.

Die Landesregierung begründet die Entscheidung mit der Notwendigkeit, Engpässe in der Versorgung zu verhindern. Durch die reduzierte Transportkapazität auf dem Wasser müssen alternative Wege über die Straße genutzt werden. Ohne die Aussetzung des Fahrverbots wäre der zusätzliche Lkw-Verkehr am Wochenende jedoch massiv behindert worden. Andere betroffene Länder wie Bayern und Hessen hatten diese Maßnahme bereits eingeleitet.

Das vorübergehende Aussetzen gilt zunächst für begrenzte Zeiträume und kann bei Verbesserung der hydrologischen Lage wieder zurückgenommen werden. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) betonte, dass dies eine rein pragmatische, aber notwendige Reaktion auf eine außergewöhnliche Situation sei. Gleichzeitig appellierte er an Spediteure, den Verkehr möglichst auf weniger belastete Strecken zu verteilen und Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten.

Quellen: Spiegel Online – Deutschland