Landwirtschaftsminister Alois Rainer steht seit längerer Zeit im Schatten seiner Kabinettskollegen. Doch nun scheint der CSU-Politiker ein neues Betätigungsfeld gefunden zu haben: die Heimatpolitik. Als Dauerthema der bayerischen Union bietet sie ihm die Chance, aus der politischen Reserve zu treten und sich öffentlichkeitswirksam zu positionieren.
Rainer setzt dabei auf eine enge Verzahnung von ländlicher Entwicklung, Traditionspflege und regionalem Wirtschaftsleben. Insbesondere in strukturschwachen Regionen Bayerns möchte er mit Initiativen zur Stärkung lokaler Identität punkten. Dabei geht es nicht nur um kulturelle Projekte, sondern auch um die Förderung bäuerlicher Strukturen und nachhaltiger Landnutzung – Themen, die traditionell zum Aufgabenbereich des Ministeriums gehören.
Beobachter sehen in dieser strategischen Neuausrichtung einen Versuch Rainers, vor der nächsten Wahl Akzente zu setzen. Bisher war er vor allem durch Amtsenthebungen bei Tierseuchen oder Agrarsubventionsdebatten in Erscheinung getreten. Nun will er offenbar ein breiteres gesellschaftliches Profil aufbauen – gerade in einer Zeit, in der die CSU über ihre gesamtgesellschaftliche Relevanz diskutiert.
Quellen: Spiegel Online – Deutschland, Spiegel Online – Schlagzeilen