Das Bundesland Hessen will ab dem kommenden Schuljahr die Leistungen von Schülerinnen und Schülern im Fach Mathematik intensiver überwachen. Geplant sind häufigere Erhebungen des Lernstands, um Defizite frühzeitig zu erkennen und gezielter fördern zu können. Das teilt die Bildungsbehörde im Rahmen der Vorbereitungen auf das neue Schuljahr mit.
Bislang erfolgten solche Messungen landesweit in größeren Abständen, oft im Rahmen von Vergleichsarbeiten oder externen Tests. Künftig sollen ergänzende Instrumente eingeführt werden, die Lehrkräfte dabei unterstützen, den individuellen Entwicklungsstand ihrer Schüler besser einzuschätzen. Insbesondere in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 soll das Monitoring verstärkt werden.
Kritiker werfen jedoch die Frage auf, was mit den gewonnenen Daten geschieht. Wer hat Zugriff? Werden sie anonymisiert? Und könnten Schulen unter Druck geraten, bestimmte Ergebnisse zu erreichen? Die Landesregierung versichert, dass der Datenschutz gewahrt bleibe und die Daten ausschließlich zur Unterstützung des Unterrichts genutzt würden. Dennoch bleibt die Debatte über Datensammlung im Bildungssystem kontrovers.
Quellen: FAZ Online